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Das Blog rund um den regionalen, nationalen und internationalen Fussball – sowohl real als auch auf der Konsole
Da ich das äußerst wichtige Länderspiel gegen Belgien nicht gesehen hatte, wusste ich natürlich auch nichts von der neuen FIFA-Regel für Rückennummern. Auf Dirks Blog hab ich nun davon erfahren.
Die Regel besagt, dass die Rückennummern der Nationalspieler nur noch von 1-18 gehen dürfen. Utopische Nummern wie die 33 von Mario Gomez sind also nicht mehr drin. Soweit so gut dachte ich mir. Dann lese ich aber auch noch, dass die Startelf die Nummern 1-11 tragen muss. Somit wird auch die wohl bekannteste deutsche Rückennummer, die 13 von Michael Ballack, nicht mehr von eben diesem Spieler getragen. Das ganze gipfelt dann noch darin, dass selbst die Namen nicht mehr auf dem Rücken der Spieler stehen dürfen.
Da stelle ich mir 2 Fragen:
1.) Wie sollen Gelegenheits-Zuschauer bei den Spielen noch wissen, welcher Spieler auf dem Platz rumläuft? Diese Zuschauer kennen die Spieler nicht so gut, dass sie sie an ihren Gesichtern erkennen könnten…
2.) Wie soll sich der Fan mit den Spielern seiner Nationalmannschaft identifizieren, wenn die Spielernummern wechseln und wenn keine Namen auf den Trikots stehen?
Der 2. Punkt bereitet mir persönlich viel mehr Sorgen. Ich bin auch einer derjenigen, die sich zu jedem großen Turnier ein Trikot holen. Und da ich selbst Fußballer bin, möchte ich mich auch mit Nationalspielern identifizieren können. Ich befürchte, dass die Zahlen in Sachen Trikotverkäufe deutlich zurück gehen werden. Das schadet dann natürlich hauptsächlich dem DFB und natürlich auch Adidas, die dann weniger Trikots produzieren müssen.
Also alles in allem eine der schlechtesten Regeln, die ich in den letzten 23 Jahren miterleben durfte.
Wie seht Ihr das?
Nachdem Rafinha von Schalke 04 vor einigen Tagen schon aus Deutschland abgereist ist, um mit Brasilien an Olympia teilzunehmen, ist nun auch Bremens Spielmacher Diego hinterhergereist.
Das Interessante bei der Geschichte: Beide Spieler hatten keine Erlaubnis von Ihren jeweiligen Vereinen. Sowohl Schalke 04 als auch Werder Bremen können laut eigenen Aussagen nicht auf derart wichtige Spieler verzichten. Daher sprachen sie ein Verbot aus. Die Spieler reisten trotz dieses Verbotes ab und nehmen an Olympia teil. Und jetzt bekommen sie auch noch Unterstützung von oberster Stelle – von FIFA-Chef Sepp Blatter. Er lies per Brief mitteilen, dass die “Die Abstellung von Spielern von unter 23 Jahren für alle Klubs zwingend ist”.
Ich finde, dass er damit zu weit geht. Die Spieler stehen bei den Vereinen unter Vertrag. Die Vereine sind deren Arbeitgeber. Somit sind die Spieler meiner Meinung nach verpflichtet, den Wünschen Ihres Arbeitgebers nachzukommen.
Wie seht Ihr das?
Nach dem doch recht schwachen Halbfinale gegen die Türkei bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass wir im Finale wieder eine Leistung zeigen wie im Spiel gegen Portugal. Die ersten 10 Minuten haben ja auch ganz gut ausgesehen. Wir waren am Drücker und sind aggressiv in die Zweikämpfe gegangen.
Doch so ab der 15. Minute wars dann leider aus mit Offensivfußball von Seiten Deutschlands. Die Spanier dominierten von da an eigentlich die komplette Partie. Selbst als wir hinten lagen und wir eigentlich diejenigen waren, die ein Tor machen mussten, waren es die Spanier, die Angriff auf Angriff folgen ließen.
Nur der Verspieltheit und Abschlussschwäche der Spanier ist es zu verdanken, dass wir nicht höher verloren haben. Normalerweise rächt sich so etwas noch gegen Ende des Spiels. Daher gab es gestern keinen einzigen Moment, an dem ich keine Hoffnung mehr hatte. Aber wir waren einfach nicht in der Lage die konditionell überlegenen Spanier unter Druck zu setzen.
Man muss aber auch sagen, dass die Spanier eine super Mannschaft haben und völlig verdient Europameister geworden sind. Da fällt ihr bester Torschütze aus und trotzdem haben sie noch Spieler wie Fabregas oder Xavi Alonso auf der Bank, die für mich ebenfalls zu den besten Spielern Europas zählen. Ich befürchte von den Spaniern wird man in den nächsten Jahren noch einiges erwarten können in Sachen internationale Titel.
Bald ist die schöne Fußballzeit schon wieder vorbei. Am Sonntag findet das EM-Finale in Wien statt.
Für mich der richtige Zeitpunkt, um ein kleines Resumee über die bisherigen EM-Versager zu ziehen.
Eigentlich kann ich mich beim Thema “Versager” auf die Todesgruppe C beschränken. Denn in allen anderen Gruppen sind (jedenfalls für mich) die Favoriten weiter gekommen – über die Tschechen kann man streiten, aber ohne Rosicky und Nedved gehören sie einfach nicht zur 1. Klasse Fußballeuropas.
Dass die Niederlande in der Todesgruppe so souverän weiter kommt, hätte wahrscheinlich keiner gedacht. Ich habe sie stark eingeschätzt – aber niemals so stark! Und dahinter kam in dieser Gruppe leider gar nichts mehr.
Von den Franzosen hat man doch tatsächlich kein einziges gutes Spiel gesehen. Die deutlich zu alte Mannschaft ist somit vollkommen zurecht rausgeflogen – auch weil sie seit Jahren von einem schlechten Trainer geführt werden. Das Spielsystem und die aufgestellten Spieler der “Bleus” wirft doch einige Fragen auf. Und warum nimmt er den seit Jahren besten französischen Stürmer aus Italien – David Trezeguet – überhaupt nicht mit? Also alles andere als eine Trainerentlassung vom französischen Verband wäre unerklärlich.
Normalerweise müsste ich jetzt direkt über Italien schreiben. Aber wie so oft haben es unsere Freunde aus dem WM-Halbfinale 2006 mit desolaten Leistungen ins Viertelfinale geschafft. Daher komme ich zunächst auf Rumänien. Klar waren sie vorher kein Favorit auf das Weiterkommen in der Gruppe C. Trotzdem hatten sie vor dem dritten und entscheidenden Spieltag die beste Ausgangsposition, um neben Holland ins Viertelfinale einzuziehen. Ein Sieg gegen die B-Elf der Niederlande hätte gereicht. Aber ausgerechnet in diesem Spiel enttäuschten die Rumänen auf ganzer Linie und fuhren deswegen auch zurecht nach Hause.
Mit riesen Glück kam also Italien ins Viertelfinale, nachdem sie ziemlich locker ihr letztes Vorrundenspiel gegen Frankreich gewannen. Auch ich war einer derjenigen, die dachten, dass Italien sich nun gefangen hat und ins Finale durchmarschiert. Aber die Leistung im Viertelfinale gegen Spanien hat wieder gezeigt, dass da einiges nicht stimmt im Team. Und so wird es wohl auch hier einen Trainerwechsel geben.
Bleibt abzuwarten ob Russland die sehr starke Leistung aus dem Holland-Spiel auch gegen Spanien zeigen kann. Mit Kolodin ist einer der Leistungsträger gelb gesperrt.
Und das andere Halbfinale? Ich werde live im Stadion dabei sein, wenn wir die armen Türken nach Hause schicken. Nachdem sie doch viel Glück im Verlauf des Turniers hatten, scheint es jetzt so, als wären sie von nun an vom Pech verfolgt. Angeblich stehen Fatih Terim nur 13 Feldspieler zur Auswahl. Vor allem das Fehlen der kompletten Offensive um Nihat, Arda und Tuncai lässt bei mir keinen Zweifel aufkommen, dass wir es bis ins Finale schaffen.
Gestern war es endlich so weit. Pfefferle musste eine empfindliche Niederlage im Kickern hinnehmen. Aber nicht gegen Marco wie man meinen könnte. Er hat gegen mich 10:0 verloren.
Ich habe seine Worte beim Stand von 3:0 noch genau in Erinnerung: “Jetzt muss ich aber mal langsam ein Tor schießen”…Tja, leider hat es nicht gereicht für ihn.
Endlich wurde auch einer der Großen Ekaabo-Kicker mit 10:0 nach Hause geschickt, nachdem zuvor schon Peter mehrfach ohne eigenen Torerfolg verlor.
Bei mir zu Hause muss man übrigens nackt über die Straße flitzen, wenn man zu 0 verliert. Also Matze – Anya, Ruth, Doreen und Cora haben schon Interesse angemeldet
Welch ein spannendes Spiel gestern abend. Bayern München setzt sich nach Verlängerung gegen den FC Getafe durch und steht nun im Halbfinale des UEFA Pokals. Aber die Art wie sie sich durchgesetzt haben, war wieder mal ein super Beispiel für die Duselbayern.
Bereits nach 5 Minuten gab der Schiedsrichter einem Abwehrspieler von Getafe die rote Karte wegen Notbremse. Die Bayern haben also ab der 5. Minute in Überzahl gespielt. Auch wenn die Ballbesitzverhältnisse zwischendurch mal bei 75% : 25% für Bayern lagen, gelang es ihnen nicht, ein Tor zu schießen. Viel schlimmer noch – Getafe schoss kurz vor der Halbzeit das 1:0. Um noch mindestens in die Verlängerung zu kommen, benötigte der FCB ein Tor. Viele werden es sich denken. Das Tor fiel in der letzten Minute der regulären Spielzeit durch Ribery. Also gab es Verlängerung.
Wer jetzt dachte, dass die Bayern aufwachen, lag komplett danaben. Direkt nach Anpfiff der Verlängerung gelang Getafe das 2:1 und wenig später sogar das 3:1. Alles gelaufen – dachte ich… Aber danke eines Torwartfehlers kam Bayern 5 Minuten vor Schluss noch einmal durch Toni ran. Und beim aller letzten Angriff rannte dann Oli Kahn mit nach vorne. Die Flanke kam auch direkt auf ihn. Kahn springt hoch, irritiert den Gegenspieler so, dass dieser den Ball direkt zu Toni köpft und dieser verwertet den Ball zum 3:3.
Wie sehr Kahn seine Vorbereitung feierte, sieht man auch in folgendem Video, als er Van Bommel ins Gesicht schlägt, aber sich trotzdem alle lieb haben
Bleibt festzuhalten, dass dei Duselbayern wieder einmal zugeschlagen haben. Aber man darf auch nicht vergessen, dass die Bayern ebenfalls wieder einmal der einzige noch verbliebene deutsche Verein im internationalen Geschäft ist. Nach solch einem Sieg traue ich den Bayern jetzt auch zu, dass Sie den UEFA Cup holen – meiner Meinung nach aber auch Pflicht, wenn man solche eine Qualität in der Mannschaft hat.
Jetzt ist es offiziell – der letzte deutsche Vertreter ist aus der Champions League ausgeschieden.
Mit Schalke 04 hat sich nun auch der aktuelle Tabellenzweite der Bundesliga verabschiedet. Wer beide Spiele gesehen hat, muss wieder einmal zugeben, dass Schalke trotz gutem Kampfes einfach nicht in der Lage war, ein Tor gegen eine Mannschaft zu schießen, die gerade in einer Krise steckt.
Klar war dieser Gegner der FC Barcelona, der Tabellenzweite der spanischen Primiera Division. Aber diese Mannschaft war zu schlagen. Spätestens bei der Auswechslung vom Jungstar Bojan müsste auch der Letzte gemerkt haben, welche Probleme der Weltclub hat. Der noch vor 2 Jahren zum Weltfussballer des Jahres gewählte Ronaldinho wird voraussichtlich kein Spiel mehr im Dress des FC Barcelona absolvieren, Thierry Henry findet seine Form einfach nicht, das Team kommt trotz einer Schwächephase von Real Madrid nicht näher an den Tabellenführer heran und die Fans schwenken Taschentücher bei der Auswechslung von Bojan. Das alles zeigt, wie schlecht es momentan für den FC Barcelona läuft.
Und trotzdem hat es der FC Schalke nicht geschafft. Als Fazit kann ich nur wieder ziehen, dass das Niveau der deutschen Bundesliga einfach nicht ausreicht, um international mitzuhalten. Auf lange Sicht gesehen gibt es einfach nur den FC Bayern, der die Bundesliga Jahr für Jahr würdig international repräsentiert.
Das Gegenbeispiel findet Ihr übrigens in England. Dort wird ein schneller, technisch einwandfreier Fussball gespielt. Wie gut die englische Premier League momentan ist, sieht man daran, dass alle vier gestarteten Mannschaften bis ins Viertelfinale der Champions League gekommen sind. Und hätte es dort nicht das direkte Duell zwischen Arsenal und Liverpool gegeben, wären wahrscheinlich auch alle vier ins Halbfinale eingezogen. So sind mit Liverpool, Manchester und Chelsea aber trotzdem beeindruckende drei Teams unter den letzten Vier.
Mein Tipp ist ein rein englisches Finale zwischen Manchester und Chelsea – Tabellenerster gegen Tabellenzweiter der Premier League.
Nachdem nun einige Wochen in der Vorbereitung auf die Rückrunde vergangen sind, möchte ich mir kurz die Zeit nehmen und unseren neuen Trainer, Heinz Schmitt, vorstellen.
Ich kenne ihn schon länger, weil ich vor einigen Jahren mit ihm und Manuel Flachs zusammen die B-Jugend des FC Hirschhorn trainiert habe. Heinz hat über viele Jahre hinweg die jungen Spieler trainiert und jetzt trifft er sie wieder in der ersten und zweiten Mannschaft des FC Hirschhorn. Viele dieser jungen Spieler hatten unter unserem Ex-Trainer die Lust am Fussball spielen verloren und erschienen überhaupt nicht mehr zum Training – jetzt trainieren fast alle wieder regelmäßig mit.
Das liegt aber mit Sicherheit nicht nur daran, dass sie Heinz aus früheren Zeiten kennen. Das Training an sich ist bisher einfach klasse gestaltet. Mit einer klaren Planung der ersten 6 Wochen hat die Vorbereitung begonnen. In den ersten 2 Wochen wurde der Fokus auf die Kondition gelegt, in den jetzigen 2 Wochen werden viele Koordinationsübungen absolviert und in den letzten 2 Wochen vor Beginn der Rückrunde konzentriert man sich auf Schnellkraft.
Dass das Konzept bisher aufgeht, erkennet man nicht zuletzt an der äußerst guten Trainingsbeteiligung. Und auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft wird von Woche zu Woche besser. Obwohl die ersten 2 Freundschaftsspiele verloren wurden, hat sich die Mannschaft deutlich gesteigert. Besonders in der zweiten Halbzeit beim Tabellenführer der B-Klasse, Altneudorf, haben wir gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.
Jetzt muss nur noch an der Chancenauswertung und am Abwehrverhalten vor allem bei Standardsituationen gearbeitet werden und ich sehe der Rückrunde positiv entgegen.
Nach einer äußerst schwachen Hinrunde hat der FC Hirschhorn nun doch noch seinen Trainer Gerd Ehrmann entlassen. Die Mannschaft steht mit nur 2 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf dem 13. Platz der Kreisklasse A Heidelberg.
Bereits nach nur einem Sieg aus den ersten 10 Saisonspielen wurde viel über eine Entlassung des Trainers spekuliert. Am 11. Spieltag stand in meinen Augen bereits das Schicksalsspiel von Gerd an – gegen einen der Aufstiegsfavoriten TSV Handschuhsheim. Doch genau vor diesem Spiel gelang ihm der Befreiungsschlag. Mit der Umstellung der kompletten Offensive kam der Erfolg. Man gewann gegen Handschuhsheim verdient mit 4:3 und auch in den darauf folgenden Spielen wurden einige Siege und wichtige Punkte geholt.
Nachdem wir von den darauf folgenden 7 Partien nur eine verloren, schien etwas Ruhe einzukehren. Doch richtig raus kamen wir aus dem Tabellenkeller trotzdem nicht, da wir oft unglücklich unentschieden spielten. Erst die letzten 2 Untentschieden in Neckargemünd und in Mauer waren meiner Meinung nach äußerst glückliche Punktgewinne. In beiden Spielen war uns der Gegener sowohl spielerisch als auch kämpferisch überlegen. Eine schlechte Chancenauswertung verhalf uns zu den 2 Punkten. Von da an merkte man wieder einen gewissen Abwärtstrend, der jedoch von den Verantwortlichen nicht gesehen wurde oder nicht gesehen werden wollte?!? Wieder einmal wurden die Spiele schön geredet. Diesen Trend wollten wir dann im letzten Heimspiel des Jahres gegen einen schwachen Gegner, Tairnbach, verhindern und noch einen wichtigen Sieg einfahren, um uns von den Abstiegsplätzen zu distanzieren. Nach 15 starken Anfangsminuten haben wir plötzlich aufgehört Fussball zu spielen – das war mir unerklärlich. So haben wir auch dieses Spiel vor eigenem Publikum (meiner Meinung nach) völlig verdient verloren. Anstatt mit Tairnbach von den Punkten her gleichzuziehen, haben wir Ihnen geholfen, um von ins wegzukommen.
Nach diesem Spiel überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst war am 14. Dezember unsere Weihnachtsfeier in der Goldenen Pfanne in Hirschhorn. Dort haben alle zusammen gefeiert und die Probleme vergessen lassen. Nur 2 Tage später ruft mich unser 2. Vorstand an und teilt mir mit, dass man sich vom Trainer getrennt hat. Die genauen Gründe habe ich noch nicht erfahren und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich sie jemals erfahren werde. Diese Entscheidung fällt viel zu spät. Und so muss man auch dem Vorstand einen großen Vorwurf machen. Denn immer wieder wurden schwache Leistungen schön geredet und der letzte, an dem gezweifelt wurde, war der Trainer. Nun sieht es gar nicht gut für den FC aus. Das meiner Meinung nach größte Problem, ist die Mannschaft selbst. Wir sind kein Team. Wenn wir gewinnen, dann feiern wir zusammen. Aber wenn wir verlieren, zeigt sich das wahre Gesicht der Mannschaft. Es gibt einfach zu viele Egoisten, die die Schuld immer nur bei anderen sehen und nicht bei sich selbst anfangen.
Deswegen wird trotz des neuen Trainers meine Skepsis nicht verschwinden. Solange wir keine Mannschaft sind, spielen wir gegen den Abstieg. Eigentlich unglaublich – denn mit so vielen Talenten sollte man locker um den Aufstieg mitspielen. Die richtige Mischung vom Alter her ist eigentlich vorhanden. Nur an der Umsetzung mangelt es!
Bleibt mir nur meinem Ex-Trainer Gerd alles Gute für die Zukunft zu wünschen! Es war alles in allem eine lustige Zeit mit ihm – vielleicht einfach zu lustig…
Das hätte ich von meinem Ex-Lieblingsverein nicht erwartet. Der FC Bayern München suspendiert Oliver Kahn für das Spiel gegen Berlin. Zusätzlich muss Oli eine Strafe von 25.000€ zahlen.
Zunächst mal der offizielle Grund: Oli hat die diesjährige Weihnachtsfeier zu früh verlassen.
Für den normalen Menschen scheint dieser Grund ja ohnehin ein Witz zu sein. Was ist bitte so schlimm daran, wenn man eine Weihnachtsfeier zu früh verlässt? Naja, das hängt einfach damit zusammen, dass man dort als Mannschaft auftreten sollte. Wenn nun Jemand noch vor dem Ende des offiziellen Teils verschwindet, könnte das bedeuten, dass dieser sich nicht für die Mannschaft interessiert. Erschwerend kommt bei Oli noch hinzu, dass er der Kapitän der Mannschaft ist und als dieser sollte er jedes Jahr eine Rede halten, in der er sich bei Fans, Sponsoren etc bedankt. Da Oli früher verschwunden ist, hat das Mark van Bommel übernommen, der ebenfalls einen sehr hohen Stellenwert in der Mannschaft hat.
Nun kommt meine Meinung mit ins Spiel. Mal ganz davon abgesehen, dass es einen wichtign Grund für Oli gab, war es in den letzten 15 Weihnachtsfeiern beim FC Bayern immerhin auch 6 mal vorgekommen, dass Oli oder andere Spieler vorzeitig nach Hause gefahren sind. Das komische ist nur, dass es damals keinerlei Strafen gab. Also glaubt bitte nicht alles, was in den Medien erzählt wird. Dass Oli zu früh nach Hause gefahren ist, hat so gut wie gar nichts mit seiner Suspendierung zu tun.
Nein, die Suspendierung von Oli ist eher aufgrund eines Interviews, das er der Sportzeitschrift Kicker gegeben hat, hervorgerufen worden. In diesem Interview hat er nämlich mal seine Meinung über einige Mitspieler kundgegeben. Er hat die Einstellung mancher Stars, wie zum Beispiel Luca Toni oder auch Franck Ribery, bemängelt – wie ich finde, zu Recht! Und als Kapitän darf man sowas auch mal sagen. Die beiden angesprochenen Spieler wurden bereits nach 3 oder 4 guten Spielen zu Topstars hochgejubelt. Was aber danach kam, war nicht wirklich viel. Sieht man sich zum Beispiel Bremens Diego oder Van der Vaart vom HSV an, dann kann man von Weltstars sprechen. Denn diese Spieler haben über mehrere Saisons bei ihren Clubs eine Topleistung gebracht.
Um nun aber nicht vom eigentlichen Thema, Oli Kahn, abzukommen… Er hat die Strafe also wegen der Kritik an Mitspielern aufgebrummt bekommen. Löblich, dass Oli diese Strafe so ruhig hinnimmt. Aber wer ihn kennt, der weiß genau, wie es wirklich in ihm aussieht. Ein Spieler, der dem FC Bayern über 15 Jahre so viel gegeben hat, wird äußerst hart bestraft, nur weil er versucht, einige Mitspieler aus ihrer persönlichen Krise raus zu reden. Denn genau das hat er mir seinem Interview bezweckt. Ribery und Toni sollten sich provoziert fühlen. Denn bei vielen Sportlern ist es so, dass sie genau dann ihre besten Leistungen abrufen.
Und eine gute Leistung wird nötig sein, um aus der aktuellen Krise zu kommen. Bin mal gespannt, wie sich der FC Bayern am Wochenende in Berlin präsentiert…
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